Chancen für junge Menschen

Das St. Augustinusheim auf dem Gut Hellberg in Ettlingen ist eine Einrichtung für sozial benachteiligte junge Männer zwischen 12 und 18 Jahren. 120 Jugendliche werden dort teil- oder vollstationär betreut. Viele von ihnen wuchsen unter sehr schwierigen und belastenden Bedingungen auf – und sind auf die schiefe Bahn geraten. Im St. Augustinusheim lernen sie, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, ohne mit den gesellschaftlichen Normen in Konflikt zu kommen. 55 junge Männer, die aufgrund ihrer Vergangenheit auf dem öffentlichen Arbeitsmarkt keinen Ausbildungsplatz finden, können in den Lehrwerkstätten des St. Augustinusheims Maler/Lackierer, Tischler, Metallbauer, Landschaftsgartenbauer, Blumen- und Zierpflanzengärtner oder Koch werden.

Mit der Beendigung ihrer Ausbildung endet für viele Jugendliche auch die bis dahin gewährte Unterstützung über die Jugendhilfe. Doch viele brauchen gerade in dieser wichtigen Lebensphase Betreuung, bis sie den Übergang in den Beruf geschafft haben. Da die öffentliche Jugendhilfe nach Ausbildungsende keine Hilfemaßnahmen finanziert und das St. Augustinusheim daher diese Hilfe nicht leisten kann, springen wir ein: Unsere Stiftung finanziert u.a. eine Pädagogenstelle für junge Erwachsene, die mit oder ohne Abschluss ihre Ausbildung beendet haben, freiwillig Unterstützung annehmen und zur Mitarbeit bereit sind. Patrick Groetzki, Handballspieler der Rhein-Neckar Löwen, hat für das Projekt eine Patenschaft übernommen.

Behandlungsfreie Inseln

Wenn für Kinder und Jugendliche ein längerer Klinikaufenthalt erforderlich ist, kann das zu einer großen Belastung für die ganze Familie werden. Diagnostik, Therapien, Fortschritte und Rückschläge bestimmen das Leben – es bleibt nur wenig Platz für Normalität und Entspannung.

Viel Raum für Bewegung

Die Kinder der Kindertagesstätte Aufwind in der Karlsruher Südstadt haben jede Menge Möglichkeiten, ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben. Turnen, Laufen, Klettern und Herumtollen stehen bei der Kita ganz hoch im Kurs. Ohne Leistungsdruck und mit viel Spaß sind die Kleinen hier miteinander aktiv und entwickeln ein gesundes Körpergefühl.

Entstehen konnte die Kindertagesstätte dank der Kooperation von Stadt, Arbeiterwohlfahrt und Stiftung Aufwind. Mit rund 60 Betreuungsplätzen leistet die Einrichtung einen wichtigen Beitrag zur Familienförderung. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Bedürfnisse der Kleinsten unserer Gesellschaft stehen im Mittelpunkt.

Kinder brauchen solche Bewegungsanreize, um sich immer wieder neu ausprobieren zu können. Denn das trainiert nicht nur den Körper, sondern schult obendrein Wahrnehmung, Koordination, Motorik und Denkvermögen. Die Kindertagesstätte Aufwind lässt genügend Raum für Aktivität und inspiriert die Kinder. Denn wer mit Freude in Bewegung bleibt, ist fit fürs Leben.

Sport fördert das Miteinander

Gemeinsam mit unserem Partner PSK, der anerkannter Stützpunktverein des Programms "Integration durch Sport" ist, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die sozialen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen durch sportliches Miteinander zu stärken.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Basketball. Als Teamsportart ist Basketball dafür prädestiniert, den Wert von Zusammenhalt und Respekt zu vermitteln.

Echte Chancen für junge Menschen

Straftaten sind oft das letzte Ventil für Verzweiflung, Frust und Verlorenheit. Und wer einmal auf die schiefe Bahn geraten ist, hat in unserer Gesellschaft kaum Perspektiven. Deshalb brauchen straffällig gewordene Jugendliche Hilfe. Man muss an sie glauben, sie fördern und ihre Probleme ernst nehmen.

Das Speyerer Projekt Junge Menschen im Aufwind – kurz JuMA – zeigt straffällig gewordenen Jugendlichen neue Wege in eine bessere Zukunft auf. Träger ist der Verein Soziale Alternativen in der Bewährungshilfe Speyer e.V. Gemeinsam arbeitet man hier an der Entdeckung und Entwicklung persönlicher Stärken. Außerdem stellt JuMA das Verbindungsglied zu gemeinnützigen Projekten und regionalen Firmen her, die mit ihren Aufträgen Berufspraxis vermitteln und nicht selten Sprungbrett in eine Festanstellung sind.

Dank sozialpädagogischer und arbeitstherapeutischer Betreuung verbessern die Jugendlichen ihr Sozialverhalten, lernen wichtige Grundlagen für ein geregeltes Berufsleben und eine sinnvolle Freizeitgestaltung. Dabei geht es nicht nur um die Wiedereingliederung in den Alltag, sondern genauso um die Wertschätzung der geleisteten Arbeit.

Die kooperierenden Firmen vor Ort betrachten JuMA als zuverlässigen Netzwerkpartner und eröffnen dort Chancen, wo sonst keine sind. Sie schenken Vertrauen und bekommen Dankbarkeit und Leistung zurück.

Erfahrungswerte

Die sozialpädagogische Betreuung und das gemeinschaftliche Miteinander öffnen den jungen Menschen Türen, die im Alleingang nach Straffälligkeit und schwierigen Lebensumständen oft verschlossen bleiben. Bei JuMA lernen die Jugendlichen, wie sie aus der Hilflosigkeit herauskommen. Das Spektrum reicht vom Bewerbungstraining bis zum Computerkurs, vom Benimmseminar über Kochkurse bis hin zur Hygieneerziehung.

Vorbildlich

Die Initiative Junge Menschen im Aufwind ist ein vorbildliches Projekt, das weit über die Region hinaus große Anerkennung genießt. Die intensiv betreuten und geförderten Jugendlichen sind eine echte Chance für die Gesellschaft.

Bewegende Erlebnisse

Das Karlsruher Netzwerk mit dem Namen "Gemeinsam aktiv" ist eines der starken Projekte der Stiftung Aufwind. Seit 2003 arbeitet der Zusammenschluss von Vereinen, Lehrern, Erziehern, Kinderärzten und Sportlern daran, Wissen über Bewegung zu vermitteln und Spaß am aktiven Miteinander zu fördern.

Von Anfang an als tragende Stütze mit dabei ist Bettina Lenz, Organisatorin und Koordinatorin der Familien- und Sportaktionen. Als Erzieherin und Erlebnispädagogin selbst ganz dem Thema Bewegung verschrieben, widmet sie sich mit Herzblut dem Hauptanliegen von Gemeinsam aktiv: In Gemeinschaft Bewegung zu erleben und Sport als soziale Komponente zu erfahren.

Gemeinschaftssinn

Weil neben der Bewegung der soziale Aspekt im Vordergrund steht, werden auch weiterhin Projekte begleitet, die aufgrund der aktuellen Gesellschaftsstruktur nur durch Stiftungsarbeit möglich sind. So kann die Gewaltprävention an Schulen für die gesamte Jahrgangsstufe 6 am Otto-Hahn-Gymnasium in Karlsruhe gewährleistet werden – ein wichtiger Beitrag, um Kinder und Heranwachsende im Konfliktverhalten positiv zu stärken und zu schützen.

Hilfe beginnt vor der Haustür

Sinnvolle Projekte, die finanzielle Unterstützung brauchen, findet man überall. Als regionale genossenschaftliche Bank haben wir uns bewusst für ausgewählte Aufgaben in unserer Umgebung entschieden, die wir mit der Stiftung Aufwind langfristig und zuverlässig begleiten.

Dabei steht die soziale Förderung und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen im Vordergrund. Um situationsgerecht und bedarfsorientiert zu helfen, pflegt die Stiftung engen persönlichen Kontakt mit den Verantwortlichen der einzelnen Projekte.

Durch die regionale Einbindung und begleitende Aktionen zur Unterstützung der Projekte können wir die Erfolge von Aufwind kontinuierlich in der Nähe miterleben.

Ein guter Beweis, dass soziale Verantwortung in unserem Alltag anfängt.