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Wenn Unternehmer stiften gehen…Für das Gemeinwohl!

... Ein drittes Beispiel bietet die PSD Bank Karlsruhe Neustadt, ein Unternehmen mit immerhin 140-jähriger Tradition, mit ihrer Stiftung Aufwind. Die Idee kommt nicht von ungefähr. 1872 als Selbsthilfe-Einrichtung gegründet, hatte die PSD Bank die Aufgabe mit finanzieller Unterstützung Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. „Das hat sich ziemlich schnell nicht mehr nur auf den Banken-Sektor konzentriert. Wir haben schon immer Vereine und hilfsbedürftige Menschen unterstützt. Allerdings eher kleine Beträge“, erzählt der Vorstandsvorsitzende der PSD Bank, Bernhard Slavetinsky.

Viele kleine Beträge und die vielen Projekte, die unterstützt wurden, machten das Ganze allerdings sehr unübersichtlich, es musste also eine Struktur her. Kurzerhand entschloss sich Slavetinsky eine Stiftung zu gründen - die „Stiftung Aufwind“. Das erste Projekt, das die Stiftung begleitet hat, war „Gemeinsam aktiv“. Das Programm, das Kindern Spaß an der Bewegung vermitteln und die Gemeinschaft fördern soll, wurde anfangs auch von EU-Fördergeldern getragen. Heute wird es komplett von „Aufwind“ finanziert. Schnell sind weitere Projekte dazu gekommen. JuMA, Junge Menschen im Aufwind zum Beispiel. Das Arbeitsprojekt der Bewährungshilfe Speyer e.V. soll ehemaligen straffälligen Jugendlichen helfen wieder einen Platz in der Gesellschaft zu finden und ein normales Leben zu führen. Oder „Umwelt und Natur“. Mit diesem Projekt werden Jugendliche für die Natur sensibilisiert. Ein weiteres Projekt ist im Universitätsklinikum Heidelberg entstanden. Dort sind zunächst drei Spielzimmer für die kranken Kinder eingerichtet worden. Da der Stiftung Nachhaltigkeit aber sehr wichtig ist, hat man sich dazu entschlossen weiter zu helfen. Mit einer pädagogischen Hilfsstelle wird es chronisch kranken Kindern, die oft wochen- und monatelang im Krankenhaus sind, ermöglicht, den Anschluss an die Schule nicht zu verlieren. Und schließlich gibt es noch den Kindergarten Aufwind in Karlsruhe. Hier steht vor allem die Bewegung im Vordergrund. Die Kinder sind viel draußen an der frischen Luft, es darf getobt, gelaufen und geturnt werden. Erbaut von der Stiftung „Aufwind“ wird der Kindergarten heute von der AWO geleitet. Viele Projekte bedeuten auch viel Geld, das benötigt wird. Insgesamt 400.000 Euro werden jedes Jahr eingesetzt. Dabei kommt ein Teil direkt von der PSD Bank, ein weiterer durch eingenommene Spenden bei verschiedensten Veranstaltungen und auch von den Mitgliedern der PSD Bank kommt einiges.„Sie müssen sich vorstellen, wir machen ein ganz trockenes Tagesgeschäft. Wenn sie dann solche Sozialprojekte unterstützen und Kindern und sozial Schwachen helfen können, dann ist das toll“, freut sich Bernhard Slavetinsky.Schön, dass es gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Unternehmer gibt, die sich sozial engagieren und mit ihren Stiftungen viel Gutes tun. Gerne mehr davon! Caroline Skrzypczyk

Erschienen in: Wochenblatt Karlsruhe

Ausgabe: 22.02.2012